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Männlich, weiblich ... oder - abseits des Dualismusses

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    • Männlich, weiblich ... oder - abseits des Dualismusses

      Aus aktuellem Anlass ... sowohl hier von den letzen Diskussionen im TS-Forum und ebenso auch verschiedenen politisch-gesellschaftlichen Themen ...

      [Blocked Image: https://66.media.tumblr.com/ab9521a0013415086a8b29954eb22e08/tumblr_mhntarVseG1s561vro1_250.gif]
      „Der Clown bin nicht ich, sondern diese monströs zynische und unbewusst naive Gesellschaft, die eine ernste Miene aufsetzt, um ihren Wahnsinn zu verbergen.“

      (Salvador Dalí)


      Und für gute Laune ... MAXIMA-FM (en directo)
    • Drei Personen:
      1) optisch männlich
      2) optisch weiblich
      3) optisch weiblich

      1) und 2) wurden in der Kindheit operiert. 3)wurde nicht operiert

      1) leidet unter den Folgen der Operation, erkennt aber auch die Beweggründe dafür und macht deshalb keine Vorwürfe.
      2) leidet auch unter den Folgen, setzt sich damit auseinander und möchte Aufmerksamkeit wecken. Gleichzeitig wird jedoch allegemeine Kritik an der Untereteilung in Geschlechter geübt.
      3)wurde nicht operiert und entscheidet sich als Erwachsene zu einem bestimmten Geschlecht

      Vom Verhalten gefallen mir 1) und 3) am besten.Unabhängig von der perrsönlichen Situation, suchen sie nicht nach Schuldigen für irgend etwas.
      .........

      Man muss sich erst einmal in die Lage von vor 30 Jahren zurück versetzen wollen als die Personen geboren wurden. Wir schreiben also gedanklich wieder das Jahr 1989. Schwulen und Lesben wurden stigmatisiert. AIDS war noch als "Schwulen-Krankheit" in aller Munde.
      In einer Zeit, in denen alles was nicht eindeutig Mann oder Frau ist, ausgestoßen und diskriminiert wird, ist es für Eltern schwer, ein intertranssexuelles Kind zu bekommen. Man muss es in "eine Richtung" erziehen .. aber in welche ? Also fragt man "Fachleute" um Rat.. aber "intersexuelle Fachleute" gibt es nicht. Die gibt es auch heute noch nicht.

      An Grundschulen werden aktuell spezielle Toiletten für intersexuelle Kinder eingebaut. Ist es wirklich so gut, sie gleich von Anfang an auszugrenzen ?
      Die Pädagogen wissen darauf auch noch keine Antwort. Es gibt einfach keine Erfahrungswerte. Also muss erst einmal eine ganze Generation als Versuchskaninchen her halten ..bis man endlich weiß, was förderlich ist.

      Im Sportunterricht wird nach Mädchen und Jungen untereteilt. Das beruht auf verschiedener körperlicher Leistungsfähigkeit der Geschlechter. In welcher Gruppe sind intersexuelle Kinder am besten aufgehoben oder soll für sie ein eigener Unterricht entwickelt weren ?

      Wie sollte man eine Person behandeln, wenn man beim intimen Zusammensein plötzlich feststellt, dass sie intersexuell ist ? Kümmert man sich vorrangig um den femininen Part oder fokussiert man sich auf den masulinen Teil ?
      Wie kann man verhindern, dass Intersexuelle faktisch wie ein Fetischobjekt behandelt werden, das manchen Personen besonders begehrenswert erscheint ?

      Wie spricht man Intersexuelle eigentlich in Briefen an und in welcher Reihenfolge werden sie erwähnt ?
      "Sehr geehrte Damen und Herren..."
      Die Damen stehen aus Höflichkeit und aus "alter Sitte" am Anfang ... und wo finden die Intersexuellen ihren Platz ?
      ....

      Wenn eine Person feminin daher kommt, ist und bleibt sie für mich eine Frau und wird auch so behandelt. Hat sie dann auch noch einen maskulinen Part zu bieten ... dann freue ich mich einfach über das "nette Extra".
      Ich stehe gleichermaßen auf Bio-Frauen als auch auf TS.. also wäre eine intersexuelle Person für mich faktisch sogar das Nonplus Ultra. Mehr geht gar nicht.

      Eine maskulin auftretende Person würde ich immer auch als Mann betrachten. Eine sexuelle Beziehung kommt dann für mich automatisch nicht infrage. Ich kenne ja persönlich eine intersexuelle Person. Guter Kumpel ... der schon zwei Kinder geboren hat. Na und ? Er benimmt sich wie ein Mann und nmöchte so behandelt werden. Also ist er für mich auch ein Mann. Was früher war, ist doch egal.

      Würde ich ein intersexuelles Kind bekommen, würde ich keine Operation durchführen lassen... aber das Kind hätte (aktuell noch) eine sehr schwere Kindheit. Als Elternteil müsste man das aber in Kauf nehmen.. und sich möglichst viel Hilfe bei der Erziehung suchen .. damit das Kind später völlig frei über sein Leben bestimmen kann.
      Auch die Entscheidung, keine Entscheidung für das Kind zu treffen, ist eine Entscheidung. Jede Entscheidung kann richtig oder auch falsch sein. Vielleicht würde ich dann später den Vorwurf hören müssen "warum hast du damals nicht ? Dann wäre mir vieles erspart geblieben".


      PS:
      Wer intersexuell ist, sollte das mir gegenüber nicht immer wieder besonders betonen und auch nicht immer wieder und überall zum Thema machen. "Bitte nenn mich .... ich bin nämlich intersexuell". Ich nenne dich auch ohne weitere Erklärungen so ... sonst kommen demnächst nämlich andere an und meinen "Nenn mich.. ich bin nämlich eine Frau/Mann" ...

      Das mit dem "Frau/Mann" gibt es übrigens schon im geschäftlichen Telefonverkehr. "Sie sprechen mit Frau XYZ"
      Manche möchten gerne ihr Geschlecht besonders herausstellen... oder sollen es. Und warum der Mist ?

      ach.. da fällt mir noch ein .. wie sagt man es eigentlich richtig ?
      Der/die/das Intersexuelle/r bzw. Divers
      .. oben habe ich mich ja immer davor herum gedrückt. Im richtigen Leben geht das aber nicht mehr
      In der deutschen Sprache gibt es eben nur männlich/weiblich/sächlich ... im Französischen sogar nur weiblich oder männlich .. nur im Englischen ist man mit "the" fein raus :P
    • John, guter Beitrag. Ich kann mich deinen Ausführungen vorbehaltlos anschließen.

      Ob ich das vor 3 Monaten auch alles so gesehen hätte, möchte ich ehrlicherweise bezweifeln. Aber ich habe über die Thematik viel von einer uns gut bekannte Transsexuellen gelernt.

      Eine Lehrstunde wie sie im Buche steht.
    • Moin!

      Hier passt sogar noch mehr der Text meines Kommentars, den ich am Donnerstag an anderer Stelle bereits gepostet hatte. Hier Teile davon mit Ergänzung:

      Ich lese nun schon eine ganze Weile in diesem Forum mit.
      Was mich dabei persönlich irritiert ist, wie binär die Geschlechterrollen bei einigen Forumsmitgliedern gesehen werden. Nicht nur das die Personen sehr binär anhand der äußeren Geschlechtsmerkmale definiert werden, auch über die duale Lebensweise wird dann die Person gegenüber als TV oder TS festgemacht.

      Im Englischen gibt es einen Ausdruck, der meiner eigenen Sichtweise zu diesem Thema sehr nahe kommt. Der Begriff "Gender Fluid" bezeichnet ganz passend und wertfrei den fließenden Wechsel zwischen mehr oder weniger klar abgegrenzten Geschlechtern.

      Ich sehe mich selbst zwar als Mann, habe aber eine Reihe von Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmalen die durchaus als weiblich definiert und gesehen werden. Von daher fällt es mir vielleicht leichter die Geschlechterrollen als fließend anzusehen, wie einigen anderen, was ich aber vollkommen wertfrei sehe.

      Was die geschlechtsangleichende Operation an intersexuellen Kindern betrifft und welche Folgen so etwas haben kann, das erinnere ich mich mit Schaudern an den furchtbaren Fall David Reimer, der sich in Folge mit 38 Jahren das Leben genommen hat.
      Alice Schwarzer hatte den Fall ihrem Buch „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ als erfolgreichen Beweis in Sachen Geschlechterbeliebigkeit aufgeführt und stellt sich bis heute nicht ihres Irrtums bei der Verklärung dieser grausamen Tat. Infos dazu findet Ihr unter den Links:
      de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer
      bettinaroehl.blogs.com/mainstr…5/04/cicero_online_d.html


      Grüße aus Bremen.
    • Was ich besonders interessant fand, war die Häufigkeit von Intersexualität.

      Wie bereits in einem anderen Thread erläutert, beschäftigte dieses Thema einer meiner Profs sehr.
      Doch vor ca. 10 Jahren wurde noch von viel geringeren Zahlen gesprochen.

      Bzgl. der Handlungsweise von Intersexualität standen Mediziner vor vielen Jahren auch in gewisser Hinsicht in einem Handlungszwang.
      Denn gesellschaftlich gab es damals nur männlich und weiblich. Folglich entstand für nciht wenige Mediziner eine gewisse "Verpflichtungen / Verantwortung" hier für Eindeutigkeit zu sorgen.

      Dass das empfundene / wahrgenommene Geschlecht vom genetisch / biologischen abweichen kann, lernte die Medizien recht langsam von dem Auftreten von Transsexualität.
      Auch hier herrschte lange Zeit noch Schwarz und Weiss - also es gab auch hier für viele "Götter in WEiss" nur die Vorstellug vom s.g. Weg von A nach B.

      Erst in den letzten Jahren findet nach und nach eine Auflösung dieses dualen Denkens in Geschlechtern statt.

      Und ... ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt. In der Tierwelt beaobachtet man schon seit langer Zeit durch Umwelteinflüsse, hier besonders durch Hormone bzw. hormonähnlich wirkenden Substanzen, die Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen bei Fischen.
      Da die Nahrungskette jedoch auch über Fische hinaus weiter geht, würde mich nicht wundern, wenn sich die Zahl auch bei Menschen nach oben hin ändert bzw. in den nächsten Jahren ändern wird.

      Auch in gewisser Hinsicht eine gesellschaftliche Herausforderung für die Zukunft ... ;)
      [Blocked Image: https://66.media.tumblr.com/ab9521a0013415086a8b29954eb22e08/tumblr_mhntarVseG1s561vro1_250.gif]
      „Der Clown bin nicht ich, sondern diese monströs zynische und unbewusst naive Gesellschaft, die eine ernste Miene aufsetzt, um ihren Wahnsinn zu verbergen.“

      (Salvador Dalí)


      Und für gute Laune ... MAXIMA-FM (en directo)
    • Hier mal ein tolles Statement.
      Passt also hier rein. Englisch ist gut verständlich.

      youtu.be/32kzYMJeh3c



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