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Angepinnt TS Kneipen auf dem Kiez

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    • Kapitan schrieb:

      Tolle Recherche. Hut ab. Jetzt alles noch zusammenfassen und für die Nachwelt aufheben.

      Interessanterweise nehmen die Transen Bars trotz der sexuellen Revolution und Freizügigkeit ab und nicht zu.
      Danke
      Eine Begründung ist sicher, dass es billige schlichte Bars waren. Aber die Entwicklung des Kiezes geht hin zu teuer und nobel. Ich glaube Transenbars wachsen im wahren Rotlichtmileu. Wenig Geld und pure Lust. Heute ist alles reglemntiert und globalsiert und soll Profit abwerfen. Resultat: Weniger Transenbars.

      Edit und es ist ja hier in einem Thread ziemlich zusammengefasst. Etwas Sorge macht mir ein eventueller Systemabsturz. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit das zu sichern. Nochmal würde ich mir ungern die Arbeit machen obwohl ich jetzt schneller wüsste wo ich was herbekomme. Konnte mich da etwas als Hobby Historiker versuchen.
    • Kapitan schrieb:

      ... Interessanterweise nehmen die Transen Bars trotz der sexuellen Revolution und Freizügigkeit ab und nicht zu.
      ich denke dass es phoenix damit beantwortet hat:


      phoenix74 schrieb:

      ... TS sind doch heute viel mehr wahrnehmbar als früher und es dürfen sich auch mehr Männer dafür interessieren. Gefühlt zumindest.
      Früher waren es primär die Bars die als Treffpunkte gedient haben, wo Kontakt für das Business aufgenommen wurde.
      Heute ist mit den elektronischen Medien wie Internet, Handy eine andere Marschrichtung gegeben.
      Gruß :kassiopeia:



      Süddeutschlands größter Transenfreund!
    • :party1:
      Gerne . Es gab nirgends etwas was einer Zusammenfassung gleich kam.

      Das was kassio zum barsterben schreibt ist natürlich auch nicht falsch. Speziell für den Kiez Bereich lässt sich sagen dass die Betreibung offenbar viel teurer geworden ist und das ist meines Erachtens der wesentlichere Punkt. Dass man transen jetzt im Internet ansehen kann oder sich mit ihnen verabreden kann für ein date ist richtig.
      Aber das ist nicht ganz dasselbe wie ein nächtlicher animierbetrieb.

      Das barsterben hat auf dem kiez lange vor Erfindung des Internets eingesetzt - ich schätze unter anderem weil miet - und Betreibungskosten heute für Otto normal Verbraucher nicht mehr zu stemmen sind.

      Man sieht zb dass das noch in billigen Altbauten ging (flesh vor gebäudesanierung, taverne, talstrasse 29 oder Transenkino T20) aber sobald höhere Kosten der Sanierung oder Vermietung auftraten nicht mehr.

      Ein weiterer Grund ist dass die Stadt miet Bebauung anstatt Gastronomie vorgezogen hat - aktuelle Häuser schmuck 7 und 11 zum beispiel wo reine Mietshäuser anstelle von den alten gesetzt wurden die im Parterre Gastronomie vorsahen.

      Taverne existiert denke ich auch nur noch weil uralt Gebäude = uralt mieten. Kommt da eine Sanierungsanforderung ist das alles weg.

      Die Leute die heute noch in die Taverne gehen sagen der laden läuft gut - am fehlenden Publikum liegt es also prinzipiell nicht.

      Aber das verändere Medien aufkommen ist sicher auch mit schuld.
    • Ja, mir scheint es ist eine Mischung aus allem. Die steigenden Kosten sind sicher immer eine unmittelbare Ursache. Heute ist es auch leichter, sich eine von vielen TS im Internet auszusuchen und dann in eine Wohnung zu fahren. Das ging früher so nicht. Wirklich sehr schade dass ich diese Zeiten auf dem Kiez nicht miterlebt habe.
    • wenn billige transen Kneipen um die ecke existierten, wo du ein beisammen sein mit diesen Damen mit einem barbetrieb verbinden könntest, wäre das vielleicht eine andere und für manche eine sogar bessere Alternative als das geplante anrufen und terminieren via Handy. Das Problem ist dass diese billigen strassenstrich transen Bars fast überall ausgestorben sind. Wäre das Angebot noch da hätte es eine andere Qualität als eine transe die auf MH inseriert.


      Ist aber auch eine altersfrage ob man die Nächte in kiez Bars verbringen möchte glaube ich.

      Edit
      ich glaube sogar die modernen Medien würden teilweise für Kundennachschub bei diesen billig Trans Kaschemmen sorgen. Die Jungs, die sich ein paar Shemale Videos reinpfeifen, würden bestimmt allzu gerne in die nächste Transenbar und dort für relativ wenig Geld herumschmusen, mit der Aussicht auf mehr, zumal sie in dem Alter - sagen wir 18 bis 35, mal ganz grob geschätzt, doch sowieso gerne auf den Swutsch gehen.

      Anstatt sich eine Transe aus dem Internet herauszusuchen, einen Termin zu machen, zu ihr hinzufahren, 1 Date für verhältnismässig mehr Geld machen und eine Garantie auf tollen Service hast du da auch nicht und dann weider nach Hause. Klingt sehr kalkuliert. Klingt kalt. Klingt als Gesamtereignis nach wenig Fun, zumindestens weniger fun als der Abend auf dem Kiez PLUS Transe, es sei denn die Studio - Transe war ein Knüller, was immer ungewiss ist.

      War aber die Bartranse kein Knüller, dann gab's immer noch den Abend, die Musik, das Bier und das ganze Drumherum. Und es gibt die zweite Transe auf dem barhocker neben der eben gebuchten, die vielleicht besser ist als ihre Nachbarin.

      Mehr Fun, Mehr Hype ist doch eigentlich der Kiez und das ganze drumherum, die billigeren Preise und die grössere Auswahl, alles spontan und geballt direkt vor Ort, oder?
      Problem ist die Bars sind nicht mehr da, nur die taverne zu sehr reduzierten Öffnungszeiten.
    • Olli, riesen Dank für diese Recherche, wahnsinnig interessant.

      Du hast es glaube ich auch richtig erkannt wie die Entwicklung abgelaufen ist bezüglich der Bars und der Szene.
      Richtig ist, das die Stadt andere Interessen verfolgt, will man heute eine Show wie das Salambo aufmachen erhält man keine Konzession mehr.
      Das betrifft auch TabledanceBars, man müsste sehr klar definierte und abgegrenzte Betreiberkonzepte vorlegen und glaubhaft rüberbringen können um da noch ne Chance zu haben.
      Die Hälfte der Tabledance Bars von früher sind ja schon länger geschlossen worden wegen unterschiedlichster Begründungen und die Stadt verfolgt das weiter.
      Ein anderer Aspekt ist die Eigentümer, bzw. Besitzer Struktur. Der Kiez ist Immobilienmäßig in der Hand recht weniger Leute, Bartels zum Beispiel um den größten und bekanntesten zu nennen.
      Das war früher anders, Erben haben oft an die großen verkauft die gut bezahlen konnten.
      Auch die Bar Betreiber sind weniger geworden, auch wenn es immer noch viele Bars gibt. Ganz eklatant ist das am Hans Albers Platz, auch wenn die Bars alle unterschiedlich aussehen, da haben sehr wenige Leute die Hand drauf. Und die Immo-Eigentümer nehmen den stabilsten, finanziell best aufgestelltesten Mieter, also den der eh schon paar Bars hat, als jemanden der klein anfangen will.

      Bei der Transenvilla, bzw. Taverne ist es noch nicht so weit. Der Gebäudeeigentümer ist ein alter Knatterspecht der ohne jegliches Investment oder Fürsorge seit ewigen Zeiten die Mieten raus zieht und alles so laufen lässt wie es ist. So lang das Geld kommt ist es ihm scheiss egal wie es aussieht oder was da läuft, der war damals froh dass er gut vermieten konnte und hat bis heute kein Leerstand und keine Beschwerden seitens der Mieter. Stirbt er und die Erben kommen an das Gebäude sieht es anders aus, die werden es wahrscheinlich verkaufen, sanieren lohnt nicht dann reissen sie es ab und bauen was Neues hin. Dann ist die Villa auch Geschichte, leider bin ich mir da ziemlich sicher dass es so kommen wird.
      Man darf ja auch nicht vergessen, die Villa ist etwas besonderes, ein Relikt aus alten Zeiten was nicht weggespült wurde weil der Vermieter sich nicht kümmern will.
      Wir in Hamburg dürfen froh sein, dass wir die Villa haben denn so was gibt es woanders nicht in der Konstellation mit dem Umfeld und den Preisen.
      Die Villa ist nicht nur bei den TS beliebt und bekannt, sondern auch bei den Gästen die bis heute gerne in die gute alte Zeit eintauchen und das frivole und abgewrackte Ambiente genießen wollen. Die Villa ist ein KiezUrgestein und zum Glück bis heute sehr gut besucht.

      Tja, warum gibt es keine neuen Bars, Leute aus der Szene die sowas auch anschieben könnten sind eher selten und haben vielleicht nicht den finanziellen Background.
      Vermieter stellen sich heutzutage wohl eher auch andere Konzepte vor. Wenn man ein altes abgewracktes Hotel oder ne Pension mit Bar für billig übernehmen könnte, sowas was kaum einer Mieten will und was billig ist, dann könnte es gehen...Sonst glaube ich wird es schwierig.
      Hamburg Schmuckstrasse: Da wo die Cocks in die Rosetten einschlagen, wie die Bomben in Aleppo...
    • Sehr interessante Insider Post boy, ich stimme mit allem überein.

      auch gerade was das Eigentums Verhältnis der Villa, die Behörden Auflagen für Gastronomie auf dem kiez und das wahrscheinliche Schicksal der taverne in naher / mittlerer (?) Zukunft betrifft. Wird so kommen, das glaube ich auch. Ebenso richtig und interessant dass die Eigentums Verhältnisse in der Hand weniger konzentriert sind.
    • Oliver! Ich finde Deine Recherche und Ausführungen klasse!!!
      Auch die Kommentare der anderen sind toll!

      So stelle ich mir ein Forum vor!!!!

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      Zum in der Annonce erwähnten Liberté - Hamburger Berg 13.

      Andreww schrieb:

      Dann gab es auch noch diese Läden, wo wir, wenn die Damen Feierabend hatten waren! Why not, Camelot und Liberte



      Und aus dem St. Pauli-Life Guide von 2002 noch diese Einträge.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreww ()

    • Öffnungszeiten der taverne 2002 - ab 16 Uhr

      Andrew, super dass du sofort ein Bild vom Liberte ausfindig gemacht hast .

      Weiss du wann dieser Laden geschlossen wurde? Kannst du etwas über das LIberte erzählen?

      Wenn du auch Bilder vom Flesh und 3 Weisheiten auffinden kannst wäre das der absolute Knüller. Das Archiv war voll mit allem möglichen an Dokumenten aber Bilder waren etwas Mangelware.

      Etwas anderes was dein Ausschnitt ebenfalls beweist - wir hatten diese Diskussion in einem anderen thread - sind die Öffnungszeiten der taverne noch 2002. Ab 16 Uhr! Und zwar jeden Tag.

      Ich wusste dass es wesentlich früher sein musste als heute, noch nicht mal ab 8 oder 7 Uhr sondern früher, weil ich immer recht zeitig auf dem kiez aufschlug und die taverne meist bei Tageslicht oder Dämmerung besuchte. Schön wie sich das zusammenfügt.

      Die Bars auf der Freiheit machten dagegen etwas später auf - 8 Uhr steht bei Monika bar und so ist das heute noch. Rasputin war auch ab 8 oder 9 Uhr auf.
    • Kriegst Applaus Andrew. Gründung des Weisheiten war 1965 in Schmuckstrasse 2, bis 1969, danach ging es in die talstrasse 29.

      Was sehr interessant ist, ist WANN genau der Umzug war, das wusste ich bislang nicht. Jetzt schon, es war 1969! Sauber
      Das wird heissen auch Umzug des Fürst/Flesh von Schmuck 22 nach Schmuck 11 und das Ende des Ladys Inn in Schmuck 4 wird 1969 gewesen sein.

      Was zusätzlich interessant ist, ist derselbe Gründer war auch Inhaber des Rudis Night Club am Steindamm,. den Laden kenne ich auch noch, er schloss schätzungsweise 2010.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Olliver ()

    • einige kleinere Sachen fehlen noch darunter :
      Wann schloss das Weisheiten in der Talstrasse 29?

      1981 existierte es noch. Man müsste heraus finden wann dieses Gebäude saniert wurde um das zu bestimmen. Ich vermute 1986 war es schon zu. Die colonis aus dem steppenwolf kannten den laden nicht mehr wobei man berücksichtigen muss dass ca knapp 70 Meter zwischen diesen beiden lokalen war.

      Edit:
      Nach meinem zweiten Archivbesuch ist als Nebenprodukt angefallen dass das Weisheiten 1983/84 noch existierte. Coloni (war ab Ende 86 im Steppenwolf) kannte es überhaupt nicht. Das würde den Zeitpunkt der Schliessung auf 2 bis 3 Jahren einschränken: 1983/84 bis Ende 1986. Kann aber auch sein, dass Coloni es einfach nicht bemerkte ( da lagen so 50 -60 Meter dazwischen) und das 3 Weisheiten existierte noch darüber hinaus.

      Das Barcelona war übrigens freiheit. Ich habe kein Zweifel dass es 1969 dann die Nummer 50 verlassen musste wegen des Durchbruchs der Simon von Utrecht und in die Nummer 35 ging

      Anfang der 70er war es noch an der addresse freiheit 35. Danach kam das Hotel rasputin da rein ich denke 1973.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Olliver ()

    • die ganzen Läden kennen ich alle nicht, außer vielleicht das liberte , kommt mir irgendwie bekannt vor.
      Die drei Weisheiten wurden im selben Jahr gegründet wie ich ,leider können wir noch keine zeitreisen machen , hätte mir gern den einen oder anderen laden mal angesehen.

      Alles Die bis dato am recherchieren waren , vielen Dank
      das leben kann so leicht sein, wenn man(n) weis wie es geht
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